Waldumbau mit einfachen Mitteln
Mit Blick auf den Klimawandel ist eine Weiterentwicklung des reinen Kiefernwaldes nötig. Seine Grundwasserbilanz ist grottenschlecht. Der Waldboden wird eher schlechter statt besser. Ohne mehr Laubbäume geht es nicht.
Und vor tausend Jahren standen auch hier gemischte Laubwälder.
Der Begriff "Waldumbau mit einfachen Mitteln" ist einer informativen Broschüre von Sachsenforst entlehnt.
Hier geht es zum Download.
Auch als Kleinwaldbesitzer mit begrenzten Mitteln kann man seinen Wald aufwerten.
Es gibt nichts Gutes - außer man probiert es.
Häher-Eichen
Als „Hähereichen“ werden die Eichen bezeichnet, die aus Eicheln wachsen, die der Eichelhäher von seinem versteckten Wintervorrat nicht wiedergefunden hat.
Vorteil ist die ungestörte Pfahl-Wurzelentwicklung des Sämlings . Häher-Eichen können so ein stabiles und tief verankertes Grundgerüst im Wald bilden, als Vorteil bei Sommerdürre und Sturm.
Mit einem Häher-Tablett kann man das Ganze im Herbst fördern. Geht auch mit Haselnuss, Bucheckern, Esskastanie, Walnuss(?) und Roteichel(?).
Formschnitt
Bei wenigen Bäumen plus Wildverbiss, Fegen (Reh)und Schlagen (Hirsch) entstehen oft unbefriedigende Baumformen.
Ein "Formschnitt" kann helfen:
Ein in sich gerader Baum wird auf einen Leittrieb nach oben entwickelt - Zwillen und Seitenäste werden ausgeschnitten. So entstehen einigermaßen gerade Bäume, die Nutzholz abgeben und bei genügend Licht ins Kronendach der Kiefern einwachsen können.
Das mache ich auch mit Birken, Buchen und neuerdings Amerikanischer Traubenkirsche.
Asten und Ästen braucht Sorgfalt.
zu Formschnitt in Land+Forst 2024.
Merkblätter: - Wertastung Laubholz
- Notqualifizierung
Bäume und Sträucher fördern
Es gibt mehr Arten als gedacht. Oft bis auf den Boden verbissen, entwickeln sich im Einzelschutz oder im Zaun Mehlbeere, Birne, Apfel, Schwed. Mehlbeere, Spitzahorn, Ilex und auch die Buche. Dazu Haselnuss, Wolliger Schneeball.
Foto: Schwed. Mehlbeere im Schutz
Schutz ist alles
Auch stärkere Bäumchen werden bei Seltenheit oder guter Qualität geschützt gegen das zahlreiche Damwild. Beim Reh sinkt das Risiko ab ca. 120 cm Höhe (Verbiss) und ab Daumendicke (Fegen).
Foto: Buche Nr. 91 - 6 cm dick (BHD) und 7 m hoch wurde geastet und geschützt (Aug. 2023).